Donnerstag, 16. April 2015

Die Malediven


Nach 4 sehr windschwachen Tagen faellt der Haken in der Lagune (Falhu) von Filladoo in den noerdlichen Malediven auf 3 Metern Wasser.
 
 
Nach der notwendigen Unterwasserschiffsreinigung machen wir uns in den Ort auf, eine SIM Karte fuers Internet zu besorgen.

Dabei helfen uns ganz freundlich 2 junge Maenner und fuehren uns durch den Ort. Sie erzaehlen auch, dass hier 1200 Menschen wohnen, jedoch sind zur Zeit ca. 400 in Male beschaeftigt und somit sind nur 800 vor Ort.

 

Diese sind sehr nett und zuvorkommend und als ich eine Passkopie zur SIM Kartenanmeldung benoetige, macht sie mir einer der Bewohner und lehnt jegliche Bezahlung ab.

 

Die Jungs zeigen uns auch voll Stolz ihr „Cafe“ und wirklich haengen dort so 15 Leute bei Kuchen und Wasser ab...

Wir spendieren eine Runde fuer unsere Helfer, bedanken uns fuer die Hilfe  und ich lade sie fuer naechsten Tag aufs Schiff ein.

 

Zurueck am Schiff geniessen wir das klare Wasser, die Abenddaemmerung und die kuehle Brise.

Zeitig gehen wir schlafen.

Die 1. Nacht nach dem Ankommen ist immer besonders erholsam...nicht diese!

Ich schrecke hoch und realisiere Taschenlampenlicht im Schiff! Ich springe aus der Koje und schon im Gang von meiner Kabine zum Salon kommt mir jemand mit Taschenlampe entgegen.

Auf mein lautes: ...get out here...und erhobenen Faeusten, leuchtet sich der Eindringling selber ins Gesicht und meint, ich habe ihn doch eingeladen....und das um 24h...

Im Cockpit, wohin sich mein „Gast“ gefluechtet hat, realisiere ich, dass noch 7 weitere junge Maenner in ihrem Ruderboot warten, an Bord gebeten zu werden...

Ich erklaere den Jungs, die wirklich keine boesen Absichten hatten, dass um diese Zeit ein Besuch nicht moeglich ist. Sie uebergeben mir noch die mitgebrachten Kokosnuesse und wir vereinbaren fuer morgen Abend dass sie wiederkommen...

 

Mir gibt die Sache jedoch schon zu denken: die Alarmanlage hatte ich ausgeschalten da 2x Fehlalarm war...aber es ist nicht so toll, wenn jemand fremder bis an dein Bett kommen kann, ohne dass Du das bemerkst...

Ich werde in Zukunft, wenn die Alarmanlage wieder Mucken macht, die Tuere verschliessen...

 

Wir bummeln durch die Inselwelt, sehen taeglich mehrere Delphingruppen, kleine Wale und an den Ankerplaetzen in den Lagunen Rochen, Schildkroeten und unzaehlige Fische...hier scheint die Natur noch in Ordnung zu sein.

Beim Schleppangeln sind wir leider nicht sehr erfolgreich obwohl die einheimischen Fischer 1 bis

1 1/2 Meter lange Fische an den Riffkanten fangen und auch stolz herzeigen. Wir haben bisher nur kleine Bonitos gefangen...

 

Am 14.4. treffen wir in Meeru Island (Nord Male Atoll) ein, wo wir Walter, er ist hier Resortmanager, besuchen wollen. Wir erhalten eine Fuehrung durch den wunderschoenen Resort und ich verstehe jetzt Andrea und Michi ganz gut, die solche „Verwoehnurlaube“ lieben und auch schon hier waren.

600 Gaeste = 600 Personal!

Also wenn Malediven, dann www.meeru.com

 
 

Mit Walters Hilfe koennen wir uns fuer die naechsten 3 Wochen mit frischem Obst, Gemuese und Fleisch verproviantisieren. Vielen Dank nochmals fuer den herzlichen Empfang, die Gastfreundschaft und deine Hilfsbereitschaft. Walter,  wir sehen uns bestimmt in Langkawi wieder!
 

 

Nach erholsamen Schlemmertagen in Meeru segeln wir weiter. Wir wollen nun mit groesseren Schritten in die Suedlichen Malediven kommen um danach via Chagos nach Rodrique und Mauritius zu segeln.

 

 

Freitag, 27. März 2015

Der Indischen Ozean/Sri Lanka


 

Nach Tagen des  Verproviantisierens in Langkawi (der Getraenkegrosshaendler winkt uns schon von Weitem,
 
 
 wenn wir mit dem Moped anruecken...)
 
 
 checken wir am 15.3. aus und segeln das kurze Stueck nach Koh Lipe. Dort ankern wir die Nacht und am 16.3. fruehmorgens segeln wir mit Ziel Sri Lanka ab.

 

Die Strecke bis zu den Nicobaren ist sehr durchwachsen (0 bis 12 KN Wind)... wir muessen zeitweise etwas motoren...;(

Danach wird es etwas besser, wir koennen durchgehend segeln und halten uns am Rand der Grosschiffahrtsroute Malakka/Sri Lanka...ein „Sanatoriumstoern“ mit leichten aber bestaendigen Winden und Schoenwetter.

 

Wir fangen der Reihe nach 5 kleine Bonitos und der einzige „Grosse“ an der Angel reisst den Koeder auch gleich ab...Pech gehabt!

Dafuer besuchen uns mehrere Delphin Gruppen und spielen mit den Ruempfen...Jessy ist begeistert...

 

Wir kommen am 24.3. in Sri Lanka an und verbleiben erstmals 1 Nacht am Anker. Am naechsten Morgen uebernimmt unser Agent die Klarierungsarbeit und wir verlegen uns in den inneren Hafen, wo wir einen Platz an einem Schwimmsteg  zugewiesen bekommen.

Hier herrscht Buerokratie pur! Ich lobe mir unsere Beamten! Ohne Agenten wuerde ich hier umdrehen und einfach weitersegeln...

 

Das Internet beim Agenten funkioniert jedoch bestens..schoen wieder Kontakt mit der Welt zu haben...danach Einkauf und Stadtbesichtigung in Galle.

 

Mit Ekka, einem bei den Seglern sehr beliebten TukTuk Fahrer unternehmen wir einige Ausfluege ins
 
Hinterland,
 
besichtigen den aeltesten Budha Tempel der Insel, ein Aloevera/Massage
 
und Gesundheitszentrum, eine Teeplantage und einige „Fabriken“ wo die Technik noch von den Englaendern stammt.

 

Langsam merken wir schon dass das Wetter umzustellen beginnt. Nachmittags beginnen die ersten Schauer....

 

Es wird Zeit wieder die Segel zu setzen...ab 29.3. geht es ab zu den Malediven!

Donnerstag, 26. Februar 2015

Royal Langkawi International Regatta 2015/Abschied von Phuket

 
 
Gleich nach der Anreise aus Phuket entleeren wir die Wassertanks und achten darauf das Schiff so leicht wie moeglich zu halten. Ich schaetze das segelfertige Gewicht von „2fast4you“ auf knapp 8 Tonnen.
Die Nachfrage nach dem Gewicht des optisch schnellsten Katamarans „Galeforce“ beim russischen Eigner ist jedoch ernuechternd: 4,3 Tonnen!!!
 
 
Das neue leichte Schiff  in Verbindung mit Laminatsegeln und 6 Mann Crew...unschlagbar in echt gesegelter Zeit...
“Nina“, ein in Phuket gebauter Kat (Andaman Cabriolet) auch mit 6 Crew  scheint in Reichweite...
Unsere Ueberraschung nach dem 1. Race ist gross: Tagessieg vor Nina und Galeforce ;)...
nur Jessy und ich gegen eingesegelte Crews...wir freuen uns!
 
 
Danach wird taeglich das Handycap aller Schiffe angepasst und wir verlieren Punkt fuer Punkt. Am Ende belegen wir nach 10 Rennen mit 1 Punkt Rueckstand den 3. Gesamtrang...
 
Mir hat diese Rennserie jedoch gezeigt, dass wir mit wirklich schnellen Schiffen (Galeforce ist ein richtiger Racer) durchaus mitsegeln koennen und wir mit mehr Crew bei guten Windverhaeltnissen um den Sieg mitsegeln koennten...
 
 
 
 
Der Royal Langkawi Yachtclub als Veranstalter hat eine perfekte Regatta mit den obligatorischen Dinnerparties organisiert. Es war eine anstrengende aber interessante Woche...wir kommen bestimmt wieder!
 
 
 
Nach den Rennen ist erstmals Erholung in Langkawi angesagt bevor wir einige Chartertoerns zwischen Langkawi und Phuket segeln.
Danach beginnt die Verproviantisierung der Basics in Phuket und nach ca. 5 Mopedladungen liegt „2fast4you“ wieder an der Grenze der Wasserlinie ;) ... wir wollen ja nicht hungern...
 
Am 28.2. segeln wir nach Langkawi ab ...byby Phuket, see you in a few years...
 

 

 

 

 
 

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Langkawi, warten auf die Raymarine Teile – zum Großteil erfolgreicher Einbau der Elektronik und „Heimkehr“ nach Phuket...


Leider trifft das Paket mit den Raymarine Teilen aus Österreich erst am 24.11. ein. Am Abend ist alles eingebaut und nur die Datenübertragung im Bus System des Plotters funktioniert nicht mehr – ist wahrscheinlich auch auf die Überspannung die das gesammte Bus System betroffen hat, zurückzuführen.
 
 
 

Da jedoch die Daten auf den anderen Instrumenten aufscheinen, kann mit der Einsendung des Plotters zugewartet werden – ich nehme ihn halt dann bei meinem nächsten Heimflug mit und gebe ihn dann zur Reparatur.

 

Nachdem wir uns für die Royal Langkawi International Regatta im Jänner 2015 angemeldet und 2 Kübel Antifouling in der Rebak Marina besorgt haben legen wir am 28.11. ab – „heim“ geht´s nach Phuket.
 
 
 

In Rock Nock, bei klarstem Wasser schafft Jessy erstmals eine Schiffslänge alleine zu schwimmen – ist schon unglaublich – die Philippinen bestehen aus 7000 Inseln jedoch die meisten Leute können nicht schwimmen...
 
 

 

 
 
 
 
Nach dem Check in in Chalong wird das Moped angelandet, das Schiff nach Nai Harn, meiner Lieblingsbucht in Phuket, verlegt und am Abend mal wieder richtig thailändisch geschlemmt.

 

 
 
 
Die Tage danach, wird ein Haul out und ein Termin mit einem Aluschweisser vereinbart.

Bei der Gelegenheit mache ich gleich noch eine Lage Antifouling auf den Rumpf – wir wollen ja bei der Regatta flott unterwegs sein...

 

Danach verlegen wir uns wieder nach Nai Harn wo wir Weihnacht und Silvester feiern wollen.

 

 
 
 
 
 
 
Allen Daheimgebliebenen wünschen wir auf diesem Wege ein schönes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!


 

 

Donnerstag, 20. November 2014

Schaden an der gesamten Elektronik!


 


Nachdem mir Ewald den neuen Bordcomputer aus Österreich mitgebracht hat, wird er auch sogleich eingebaut und siehe da – nichts funktioniert! Günter der Mann für alle Reparaturen – er hat auch die Installationen beim Schiffsbau durchgeführt -  checkt mein Bordsystem der Reihe nach durch und stellt folgende Schäden fest:

 

Über der Alurumpf ist durch die damit verbundenen Schirmkabel (3 Verbindungen) Strom in das System eingedrungen und hat sich zumindest teilweise über das Bus System verteilt.

 

Bordcomputer, Bedienteil Autopilot, 2 x Multianzeigen, Tiefen-und Speed Geber, Konverter für Windgeber, Basisstation für Autopilotfunkteil und Radarantenne sind defekt, Windgeber und e7 (Plotter) konnten noch nicht geprüft werden...

 

Mit dem neuen Bordcomputer und dem teildefekten Bedienteil für den Autopiloten gelingt es uns wenigstens, daß das Schiff geradeaus unter Autopilot fährt, also nicht alles per Hand steuern...

 

Allerdings kein Radar, keine Tiefe, Speed, Wind...

 

Am 16.10. starte ich ab Cebu um über Bonbonon, Kota Kinabalu nach Labuan zu segeln.

Dort werde ich die defekten Geräte zu Raymarine senden und hoffe, sie 1 Monat später in Langkawi wieder zurück zu bekommen...

 

Ja eigentlich wollte ich nach meinem alten Plan schon irgendwo zwischen Chagos und Südafrika sein – oft kommt es anders als man denkt...

Sonntag, 16. November 2014

Cebu, Bonbonon, Labuan, Singapore, Port Dickson, Langkawi ohne Elektronik und mit einem nur teilweise funktionierenden Autopiloten – basic sailing mit „2fast4you“...



Nachdem sich ohne die gewohnten Instrumente eine gewisse Routine breit gemacht hat – ich segle alleine -  gelange ich ohne gröbere Schwierigkeiten via Bonbonon nach Labuan. Hier in der Marina stelle ich gleich fest, daß die Erdung der elektrischen Anlage  der Marina nicht entspricht – an der Masse 3,2 V.....so in etwa muß das Problem in Davao gewesen sein, das mich meine gesamte Elektronik gekostet hat...

 

Nach verproviantisieren, Wäsche waschen und tanken geht es weiter entlang der malayischen Borneoküste Richtung Singapore. Hier habe ich auch den besten Segeltag des gesamten Törns: ich bin um 5h morgens 30 SM vor Singapore und ankere um 19.30 h bei den Pisang Inseln weit nach Singapore...so sollte es immer laufen ;-)

 

Zwei Tage später laufe ich in Port Dickson ein und auch Jessy checkt hier ein und segelt den weiteren Törn mit mir.

Via Port Klang , Pankor geht es nach Penang.

Beeindruckend sind wie immer die beiden extrem langen Brücken zwischen Festland und der Insel.

 

Einen Tag später laufen wir in Telaga, Langkawi ein wo wir auch gleich Sandy und Karl wiedersehen.

 

 
 
Hier wollen wir die nächsten 2 Wochen bleiben - die reparierten bzw. neuen Elektronikteile werden in die Marina Telaga geschickt.

 

Vielleicht ist danach mein Schiff ja wieder so top in Schuß wie es vor der Marina Davao war...;-)

 

 

Montag, 29. September 2014

Änderung der Routenführung der Weltumseglung von "2fast4you"




Der Screecher und der Boombag sind bei Hyde Sail zur Reparatur – Fertigstellung um den 6.10., mein neuer Autopilot kommt am 3.10. mit Ewald und ich hoffe, daß durch diesen Kurzschluß nicht noch mehr Instrumente in Mitleidenschaft gezogen sind. Dadurch bin ich für den Südindik zu spät dran...

 

Ich werde daher die Monsunumstellung – Mitte Oktober - abwarten und dann von Cebu via Borneo, Singapore, Port Dickson nach Langkawi segeln. Es wäre zwar dann Anfang Dezember möglich, schnell den Nordindik nach Afrika zu überqueren und dann mit 1 Monat Verspätung das Kap zu passieren – ist aber eine echte Hetzerei...

Ich habe mich daher für die langsamere Variante entschieden und habe daher viel Zeit für den Indischen Ozean.

 

Daher folgende Routenänderung:

 

Dezember bis Februar 2015:       Segeln in der Andamannen See mit Basis Phuket

März:                                                    Phuket, Malediven, Chagos

April - Mai:                                          Chagos – Seychellen

Juni - August:                                     Seychellen – Madagaskar

September:                                        Madagaskar – Mayotte

Oktober:                                              Mayotte – Mozambique – Durban

November – Dezember:                   Kap der Guten Hoffnung – segeln in SA

 

Ab Jänner 2016 geht dann die uhrsprünglich für 2015 geplante Route weiter.